Welt der Sprache

Neues, Hinweise, Buchbesprechungen

1. 

Die gesamte Homepage wurde in den letzten Wochen und Monaten überarbeitet und auf eine modernere Technik (.php) umgestellt. Dies hat, wie ich hoffe, vor allem zu einem schnelleren Seitenaufbau und einer größeren Übersichtlichkeit geführt.

2.

Die neue Technik ermöglicht auch einen barrierefreien Zugang zu der Homepage. So kann die Schriftgröße problemlos der eigenen Sehstärke angepaßt werden.

Die Schriftgröße kann durch die Tastenkombination Strg + Scroll stufenlos vergrößert bzw. verkleinert werden.

3.

Allerdings steckt der Teufel im Détail: Angesichts des Umfangs der Website sind technische Fehler in der ersten Zeit praktisch unvermeidlich (vor allem fehlende oder fehlerhafte Verknüpfungen).

Ich arbeite die Seiten immer wieder durch und bemühe mich, die technischen Fehler zu beseitigen. Wegen meiner beschränkten zeitlichen Möglichkeiten wird dies naturgemäß noch einige Zeit in Anspruch nahmen. Ich bitte um Verständnis und Nachsicht.

4.

Rezensionen:

Hinweisen möchte ich auf 2 Neuerscheinungen auf dem Buch- und Zeitschriftenmarkt zum Thema Linguistik, die Mitte Oktober 2007 erschienen sind:

a.

Das neue Heft in der Reihe GEO Wissen behandelt das „Geheimnis der Sprache" (172 Seiten, 8,50 €, zu beziehen im Zeitschriftenhandel). Es umfaßt eine breite Palette von Themen, die im weitesten Sinne mit dem Thema Sprache zusammenhängen. Erfreulich ist, daß die Beiträge teilweise einen für eine Zeitschrift überraschenden Tiefgang aufweisen und durchweg mehr als einen ersten Einstieg in das jeweilige Thema vermitteln.

Hier einige Themen: Sprachpanscher, Gebärdensprecher, Stimm-Detektive, u.v.m. Besonders gelungen: Ein anschaulicher, einfacher Grammatik-Kurses am Beispiel eines Satzes aus dem Märchen „Dornröschen“. 

Nähere Einzelheiten ergben sich aus der Pressemitteilung des Verlages

Und hier finden Sie das aktuelle Titelbild zum Download.

b.

Ein teilweise schon wissenschaftliches Niveau weist das zweite Werk auf, auf das ich an dieser Stelle hinweisen möchte Trotzdem seiner Tiefe läßt sich das Buch gut lesen. Vorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, vielleicht mit Ausnahme von Teilen des letzten Kapitels (Genetik).

Die Autorin (Elisabeth Hamel, Das Werden der Völker in Europa, Tenea-Verlag, 2007, 464 Seiten, 35,00 €). befaßt sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit dem Thema „Entwicklung der europäischen Völker und Sprachen“, wobei sie die Forschungsergebnisse aus Sprachwissenschaft, Archäologie und Genetik relativ ausführlich und detailliert darstellt.

Auch wenn die Autorin ihre Kenntnisse autodidaktisch erworben hat, wie sie selbst hervorhebt, braucht sie - bezogen auf ihr Zielpublikum (Schüler und Laien) - einen Vergleich mit manchem Produkt von Fachwissenschaftlern nicht zu scheuen. Zugleich ist das Werk sehr ansprechend gestaltet, weist ein schönes Schriftbild auf, ist inhaltlich gut lesbar und zudem sehr schön und verständlich illustriert. Der Fußnotenapparat ist beeindruckend und hält jedem Vergleich stand. Einband und Textbild sind eine Augenweide.

Allenfalls ein kleiner Kritikpunkt sei erlaubt: Der letzte Beitrag (Genetik) dürfte manchen Leser überfordern. Der Rezensent muß gestehen, daß dies bei ihm in mehreren Details der Fall war. Aber dies liegt wohl in der Natur der (sehr komplizierten) Materie. Der Sprachinteressierte - wie der Rezensent - versteht in der Regel nicht allzuviel von der Genetik. Und wie die Autorin selbst in ihrem Vorwort anregt, hat jeder die Möglichkeit, den einen oder anderen Artikel zu überspringen.

Meine Empfehlung: Beide Produkte sind uneingeschränkt empfehlenswert.

Aus dem Heft von GEO Wissen sollte ein gebildeter Laie die meisten Beiträge zumindest diagonal gelesen haben. Und das Sachbuch von E. Hamel gehört in den Bücherschrank eines jeden, der sich näher mit Sprachen und Sprachentwicklung – also dem Thema der vorliegenden Homepage – befaßt.

Ergebnis somit: Beide Werke kaufen! Die Zeitschrift und das Buch.

5.

Schließlich möchte ich mich ganz herzlich für die zahlreichen Zuschriften mit Hinweisen auf inhaltliche Fehler und Verbesserungsvorschläge bedanken.

Ich bemühe mich, diese möglichst zeitnah zu berücksichtigen. Leider ist mir dies wegen meiner beschränkten Zeit nicht immer möglich. Ich bitte hierfür, wie gesagt, um Verständnis.

Otto Weikopf